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Nun bin ich schon gut 3 Wochen hier im hohen Norden und bevor ich nun über kurz oder lang alles vergesse, was ich so unternommen habe, schreib ich ein bisschen was nieder und so kann der ein oder andere auch daran teilhaben.

Ich bin nun also für ein Semester Erasmus-Studentin an der Södertörns Högskola in Schweden und nur 20 km südlich von Stockholm entfernt.
Mein Semester hat hier schon vor zwei Wochen angefangen. Es wird hier in vier Perioden geteilt und in jeder muss man einen Kurs belegen, um "full time" student zu sein.
Daher belege ich nun am Anfang Schwedisch, dann im Oktober Philosophie, im November Schwedisch II und einen Kurs in Medien, Kultur und Gesellschaft und im Dezember einen über Skandinavische Geschichte.

Ein bisschen was unternommen habe ich auch schon. Letzten Sonntag war ich in Gripsholm, dem Tucholsky in seiner gleichnahmigen Novelle in Deutschland einen Namen verschafft. Es liebt bei Mariefred am Märasee und das Schloss Gripsholm birgt eine 4000 Stück Gemäldesammlung von Portraits der schwedischen Königsfamilie und anderen wichtigen Persönlichkeiten.
So sind dort auch Bilder von August Strindberg, Selma Lagerlöf, Ingrid Bergmann, Greta Garbo und anderen.
Es war wirklich sehr sehenswert.
Außerdem hat das Schloss ein eigenes Theater in einem Turmanbau, das mit Worten kaum zu beschreiben ist. Es war wirklich phänomenal.
Tucholsky ist 1935 dort verstorben und in Mariefred begragen. Seinem Grab habe ich daher auch einen kurzen Besuch abgestattet.

Diesen Sonntag war ich auf Björkö, einer Insel, die um 900 n.Ch. eine der vier weltweiten Wikingerstädte beherbergte, Birka. Heute findet sich dort ein Nachbau von wikinger Häusern und ein kleines Museum. Über 3000 Hühnengräber finden sich dort in unterschiedlichen Bauweisen, Formen und Größen. Die gesamte Insel ist von unglaublicher landschaftlicher Schönheit und der Blick über den Märasee wunderschön.

Von Donnerstag bis Samstag habe ich dann an einer Foucault-Konferenz mit dem Titel "The Politics of Life" in Stockholm-Södermalm teilgenommen, die wirklich sehr interessant war.

Samstag Nachmittag war ich dann mit einer Freundin beim "Afrikanischen Tag" in Bagarmossen, einem Vorort von Stockholm. Dort habe ich Ohrringe aus Samenhülsen gekauft und afrikanisches, sehr scharfes Essen ausprobiert.
Überhaupt ist die Migartionsrate hier in Schweden sehr hoch und es gibt allerhand Zuwanderer aus Afrika, Indien, Pakistan und China. Das bereichert natürlich auch das Angebot an Restaurants und ich hoffe sehr, hier endlich mal wieder gutes Sushi zu bekommen. Von Döner haben die hier nämlich keine Ahnung. Erstens sind sie winzig, zweitens ist viel zu viel Fleisch drin, das obendrein nach nichts außer Pfeffer schmeckt, und dann ist das Brot ein Witz.

Brot ist aber eh eine Sache für sich. Es schmeckt einfach nach nichts, ist weich und süß. Sauerteigbrot ist also auch in dieser Kultur fremd. Knäckebrot schmeckt zwar, ist aber bröselig ohne ende, Tunnbröd schmeckt, macht aber nicht satt und Brötchen sind das einzige, was erträglich ist, aber für den täglichen Bedarf zu teuer. Naja, da muss ich durch.

Heut hab ich mir dann einen Ausweis für die Stadtbibliothek und die Universitätsbibliothek von Stockholm machen lassen. Das tolle ist, dass es beides kostenlos ist.
Hab auch gleich deutschsprachige Literatur gefunden, die mich hier von meiner englischen Uni-Lektüre entspannen soll. Einmal Tucholsky "Rheinsberg" und von Martin Walser "Der Lebenslauf der Liebe". Leichte Kost für den Abend.

Naja, soweit erst einmal.
7.9.09 16:47
 


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